316 – Wer braucht hier eigentlich Hilfe?

Wer braucht hier eigentlich Hilfe?

Musikunterricht für die Generation Zappelphilipp

Kurs-Nr. 316

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Immer mehr Kinder wirken für Lehrkräfte „verhaltensauffällig“. Sie sind unkonzentriert und verträumt, bewegungsunruhig bis schwer zappelig, vergesslich, ablenkend, haben kein Durchhaltevermögen, sind aufmüpfig und wirken provozierend usw.. Nach einer solchen Unterrichtsstunde fühlt man sich als Lehrkraft eher als AnimateurIn, als ewig Mahnende/r oder (Beschäftigungs-)TherapeutIn denn als MusikpädagogIn. Oft bleibt man ratlos zurück: Kann das Kind überhaupt etwas für sein Verhalten, und braucht es nicht ernsthaft therapeutische Hilfe? Auch steht dann immer im Raum, was noch die Verantwortung der MusikpädagogInnen ist, und wie man ein gutes klärendes Gespräch mit den Eltern über das Verhalten des Kindes führen kann.

In diesem Seminar wird es um die verschiedenen Verhaltensweisen der Kinder gehen, die Lehrkräfte erleben, und um einen Perspektivwechsel, der es ermöglichen kann, eine gute Lernatmosphäre zu schaffen, die auch im Einvernehmen mit den eigenen pädagogischen Werten und den Vorstellungen der Eltern steht.

Es werden konkrete Hilfen erarbeitet, die es möglich machen, den Unterricht für alle Beteiligten – Lehrkräfte, SchülerInnen, Eltern – leichter zu gestalten. In einem kurzen Abriss werden weiterhin die Verhaltensauffälligkeiten nach ICD-10 aufgezeigt, erläutert und die Konsequenzen für den Musikschulalltag beleuchtet.

 

Dozentin: Kirsten Klopsch

Kirsten Klopsch ist diplomierte Orchestermusikerin im Fach Oboe. Neben ihrer zahlreichen kammermusikalischen Tätigkeit war sie in vielen deutschen Kulturorchestern als Oboistin/Englischhornistin u.a. bei den Bamberger Symphonikern, den Düsseldorfer Symphonikern und dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden/Freiburg tätig.

Hauptberuflich leitet Kirsten Klopsch seit 2004 Hörakademie Freiburg, in der neben der Systemischen Hörtherapie (u.a. für Kinder mit Wahrnehmungsproblemen und Verhaltensauffälligkeiten) das von ihr entwickelte Musikertraining nach Tomatis für professionelle Musiker angeboten wird. Seit 2008 ist sie ausgebildete Systemische Familientherapeutin und Beraterin (nach DGSF) und als Traumatherapeutin weitergebildet. Seit 2011 gibt sie Fortbildungsseminare für Musikpädagogen zu den Themen Gesprächskompetenz im Elternkontakt, Hörverarbeitung und Musik und professioneller Umgang mit verhaltensauffäligen Kindern. Weiterhin ist sie regelmäßig als Gast-Dozentin mit dem Tomatis-Musikertraining an mehreren deutschen Musikhochschulen tätig.

Zielgruppe: Lehrkräfte für alle Instrumente
Teilnehmerzahl: 12 – 25
Termin: Sonntag, 3. Februar 2019, 10 – 17 Uhr
Ort: MusiCeum Erlangen
Kursgebühr
Lehrkräfte an bdfm-Instituten: 50,- €
Gäste: 75,- €

Die Fortbildung ist zur Verlängerung des Qualitätszertifikats anerkannt.

Anmeldung erbeten bis 11.01.2019

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